Prämien verständlich erklärt
Geldprämie oder Gutschein: Was lohnt sich für dich?
Ein höherer Nennwert ist nicht automatisch der bessere Bonus. Entscheidend ist, ob du die Prämie nutzen kannst, welche Bedingungen dafür gelten und welche zusätzlichen Kosten du dafür übernehmen müsstest.
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Geld ist flexibel, ein Gutschein muss zu deinem Einkauf passen
Bei einer Geldprämie prüfst du unter anderem, wohin und wann sie ausgezahlt wird. Bei einem Gutschein kommen Fragen hinzu: Wo kannst du ihn einlösen? Für welche Produkte gilt er? Gibt es eine Einlösefrist, einen Mindestbestellwert oder Ausschlüsse?
Ein Gutschein kann nützlich sein, wenn du dort ohnehin etwas kaufen wolltest. Wenn du erst einen zusätzlichen Einkauf planst, um ihn einzusetzen, rechne diesen nicht automatisch als Ersparnis. Bedingungen von gekauften Geschenkgutscheinen lassen sich außerdem nicht pauschal auf jeden kostenlosen Aktionsgutschein übertragen.
So vergleichst du zwei Prämien ohne dich vom Höchstbetrag blenden zu lassen
Notiere für jedes Angebot den für dich erreichbaren Vorteil, die unvermeidbaren Kosten und die erforderliche Nutzung. Beworbene Höchstwerte sind nur sinnvoll, wenn du die zugehörigen Voraussetzungen tatsächlich erfüllen kannst.
Fiktives Rechenbeispiel, kein aktuelles Angebot: 100 € Geldprämie abzüglich zwölf unvermeidbarer Monatsgebühren von 4 € ergeben 52 € vor weiteren Kosten und möglichen Steuern. Ein Gutschein über 80 € ohne diese Gebühren kann für dich günstiger sein, wenn er einen ohnehin geplanten Einkauf abdeckt. Brauchst du den Gutschein nicht, macht der Nennwert ihn noch nicht zum besseren Angebot.
Aktien, ETF-Anteile und Aktionszinsen getrennt betrachten
Eine Wertpapierprämie ist keine feste Geldzahlung: Der Wert kann sich ändern. Notwendige Käufe, Handelskosten und Haltefristen gehören zur Entscheidung. Kaufe Wertpapiere nicht allein, um eine Bonusstufe zu erreichen.
Ein zeitlich begrenzter Tagesgeldzins ist ebenfalls nicht mit einer festen Eröffnungsprämie gleichzusetzen. Für den rechnerischen Ertrag brauchst du Anlagebetrag, Zinssatz und tatsächliche Dauer; der Anschlusszins gehört gesondert geprüft.
Vier Fragen für deine Entscheidung
Würde ich das Produkt oder den Einkauf auch ohne Prämie wollen? Kann ich die Bedingungen ohne zusätzliche Schulden erfüllen? Sind alle unvermeidbaren Kosten berücksichtigt? Kann ich auf den vorgesehenen Auszahlungstermin warten?
Wenn du diese Fragen nicht beantworten kannst, prüfe erst die Bedingungen. Es muss nicht immer ein neues Produkt sein. Der Vergleich soll dir helfen, ein passendes Angebot zu erkennen – nicht einen unnötigen Vertrag zu rechtfertigen.
Die Bedingungen am konkreten Angebot prüfen
Eine allgemeine Erklärung ersetzt nicht die Teilnahmebedingungen deines Abschlusswegs.
Geld-, Gutschein- und weitere Prämien vergleichen →Quellen und weiterführende Informationen
Die genannten Quellen erläutern einzelne Grundlagen. Verbindliche Bonusbedingungen findest du beim jeweiligen Anbieter; eine individuelle Bonusberechtigung wird hier nicht zugesagt.